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Holzpellets lose geschüttet

Premiumpellets

komfortabel, sauber, regenerativ.

Das Ende der fossilen Ressourcen und damit auch das Ende der günstigen Preise für Heizöl und Erdgas sind in Sicht. Immer mehr Verbraucher versuchen deshalb ein Stück Unabhängigkeit von zunehmend unsicher werdenden, ökologisch und volkswirtschaftlich riskanten Rohstoffimporte zu gewinnen. Allerdings wollen sie dabei keine Einbußen hinsichtlich des gewohnten Komforts hinnehmen. Nicht zuletzt aufgrund von Umwelt-Gesichtspunkten entdecken deshalb immer mehr Menschen Holzpellets als alternativen Brennstoff.

Der Brennstoff

Holz ist ein nachwachsender und ständig verfügbarer Rohstoff, der regional gewonnen wird. Daraus ergeben sich viele ökologische Vorteile: Die CO2-Emissionen werden durch die Nutzung dieses Rohstoffes auf ein Minimum reduziert, da Holz bei der thermischen Verwertung nur so viel Kohlendioxid abgibt, wie es im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. Daneben ist auch der Ausstoß an Schwefeldioxid geringer als bei Heizöl. Außerdem muss das Holz, da es in Deutschland praktisch überall vorhanden ist, nicht so weit transportiert werden, wie das bei fossilen Brennstoffen der Fall ist. Neben der geringeren Belastung aufgrund des zurückgehenden Verkehrs sinkt auch die Gefahr von Unfällen mit Tankwagen, die oft verheerende Folgen für die Umwelt mit sich bringen.

Holzpellets sind kleine zylindrische Presslinge aus naturbelassenem Holz, in erster Linie aus Säge- und Hobelspänen. Die Pellets sind genormt und müssen in Deutschland der DIN EN 14961-2 „Anforderungen an Presslinge aus naturbelassenem Holz“ genügen. Sie haben einen Durchmesser von 6 mm und eine Länge um 30 mm. Um ihrem biologisch einwandfreien Image gerecht zu werden und um schädliche Emissionen zu vermeiden, dürfen nur naturbelassene Holzrohstoffe zu Pellets verpresst werden. Holzpellets werden unter hohem Druck hergestellt und weisen einen Heizwert von über 4,9 kWh/kg auf, was etwa dem von einem halben Liter Heizöl entspricht.

Die Pelletierung selbst ist keineswegs eine neue Technologie. Sie wurde bereits im 10. Jahrhundert zu Kompaktierung organischer und anorganischer Stoffe sowie zur Verbesserung der Handhabung von Materialen verwendet. Die Pelletierung von Holz ist dagegen noch nicht so lange üblich. Sie wird eingesetzt zur Verbesserung der Manipulierbarkeit großer Mengen an Holzspänen und Holzstäuben, um biologisch unbedenkliches Einstreumaterial zu erhalten und für die Gewinnung von Holzpellets zu Heizzwecken.
Pellets haben Vorteile auch gegenüber anderen biogenen Festbrennstoffen. So benötigen sie zum Beispiel aufgrund ihrer hohen Energiedichte von 650 kg/m3 ein geringeres Lagervolumen als Scheitholz und Hackschnitzel. Sie sind Schütt- und rieselfähig, können als lose Ware so bequem wie Heizöl mit dem Tankwagen geliefert, in den Lagerraum eingeblasen und durch ein automatisiertes Heizsystem verbrannt werden. Die Normierung vereinfacht den Transport und die Verbrennung.
Die Asche, die bei der Verbrennung entsteht, kann als Dünger verwendet oder einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Der Aschegehalt der Pellets beträgt gemäß der Norm weniger als 0,5 %. Bei einem Pelletskessel im Einfamilienhaus fallen im Jahr also etwa 30 kg Asche an.
Die automatisierte Verbrennung von Pellets ist emissionsarm. Etwa 5% des Energiegehaltes entsprechen dem Energieaufwand, der für die Herstellung und den Transport der Pellets verbraucht wird. Damit fällt die Bilanz besser aus als bei fossilen Energieträgern. Der Wärmebedarf in Gebäuden kann in Kombination mit anderen regenerativen Energiequellen oder auch durch den alleinigen Einsatz einer Pelletsheizung gedeckt werden. Es ergeben sich dadurch keine ökologischen Nachteile oder Komforteinbußen.
Pellets sind in verschiedenen Formen erhältlich: Als lose Ware oder als Sackware.

Lose Ware wird in Silotankwagen angeliefert und eignet sich hauptsächlich für den Einsatz in Zentralheizungsanlagen. Der Preis setzt sich zusammen aus dem Brennstoff-Preis, den Transportkosten, einer Einblaspauschale und der Umsatzsteuer.

Sackware ist in stapelbaren Säcken mit z. B. 15kg erhältlich. Diese werden auf Paletten geliefert oder können auch selbst abgeholt werden. Besonders geeignet ist diese Form für die Beschickung von Pelletöfen.

Die Lagerung

Pellets werden in einem Lagerraum, z. B. dem ehemaligen Öltankraum, in Sacksilos oder in einem Erdtank gelagert. Bei der Lagerung loser Pellets ist zu beachten, dass der Lagerraum gegen Feuchtigkeit geschützt und staubdicht ausgeführt sein muss. Zum Einblasen der Pellets, zur Staubabsaugung und zum Druckausgleich werden zwei Anschlüsse benötigt. Die dafür verwendeten Metallrohre müssen innen glatt sein und sollten einen Durchmesser von 100 mm haben. Die Leitung zum Absaugen sollte mit einem Durchmesser von 100 mm ausgeführt werden. Als Kupplungen sind   Feuerwehrkupplungen (System Storz, Größe A) einzusetzen. Die Anschlüsse sollten zu jeder Zeit frei und ohne Hilfsmittel zu erreichen sein – also nicht durch Bäume oder parkende Autos verstellt. Als Witterungsschutz sollte auf den Kupplungen ein Deckel montiert sein. Man tendiert heute zu Belüftungsdeckeln, das die Luft zirkulieren kann. Das gesamte Befüllsystem sollte so kurz wie möglich ausgeführt werden. 90°-Bögen sind zu vermeiden. Beträgt der Abstand zwischen der Einblasöffnung und der gegenüberliegenden Wand weniger als vier Meter, sollte vor der Wand eine Prallmatte aus Gummi angebracht werden, um ein Zerbröseln der Pellets zu vermeiden. Die Gestaltung des Lagerraums sollte auch mit dem Pelletlieferanten abgesprochen werden.
Als Lagerraum in Gebäuden, die bisher mit Heizöl beheizt wurden, ist der Tankraum zumeist ausreichend. Wird ein Neubau mit Pelletheizung geplant, kann nach einer Faustregel mit etwa 0,9 m3 Lagerraum pro kW Nenn-Wärmeleistung dimensioniert werden. Durch einen schrägen Boden mit min. 40° zur Entnahmeschnecke hin kann gewährleistet werden, dass das Lager vollständig entleert wird.
Alternativ zu einem Lagerraum kann auch ein Gewebesilo aufgestellt werden. Auch die Lagerung mittels Erdtank oder speziell angepasster Stahltanks ist möglich. Die Feuerungsverordnung schreibt lediglich bei Lagermengen von mehr als 15 Tonnen einen speziellen Lagerraum vor.

Die Technik

A. Einzelfeuerstätten
Mit Holzpellets befeuerte Einzelfeuerstätten gibt es als Pelletöfen und Heizeinsätze. Diese werden zur Einzelraumbeheizung im Wohnbereich eingesetzt. Sie stehen als Öfen mit sichtbarer Flamme im Wohnraum und geben an diesen Strahlungs- und Konvektionswärme ab. Diese Wärmestrahlung wirkt auf den Menschen besonders behaglich und trägt zur Verbesserung des Wohnkomforts bei.

Die Pelletöfen verfügen über einen vom Brennraum abgetrennten, kleinen Vorratsbehälter, aus dem die Pellets automatisch in den Brennraum transportiert werden. Dort verbrennen die Pellets hinter einer Sichtscheibe. Eine Brenndauer von 24 bis 100 Stunden ist möglich. Der Vorrat kann per Hand auch während des Heizbetriebes aufgefüllt werden. Die Förderung der Pellets vom Vorratsbehälter in die Brennschale erfolgt vollautomatisch über eine Schnecke. Die Heizleistung kann hier bei von Hand eingestellt oder über Thermostat geregelt werden und bewegt sich in einem Leistungsbereich von 2 bis 10 kW oder 3 bis 15 kW. Einige Hersteller bieten auch eine Fernbedienung für den Ofen an. Das Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletmenge und Betriebstemperatur wird digital-elektronisch überwacht. Dadurch wird ein Verbrennungsvorgang mit geringen Abgaswerten und einem sehr hohen Wirkungsgrad erreicht.
Wasserführende Pelletöfen besitzen im Gegensatz zu Lüftungsgeräten eine Wassertasche, an die ein Heizwasserkreislauf angeschlossen werden kann. Damit wird der Pelletofen zur Zentralheizung. Bei den meisten Systemen ist die Wassertasche so dimensioniert, dass 60 bis 80 % der durch den Ofen bereitgestellten Heizleistung an den Heizkreis gehen und der Rest als Strahlungs- und Konvektionswärme direkt an den Aufstellungsraum abgegeben wird. Da der Ofen im Sommer nicht in Betrieb genommen werden kann, bietet sich die Kombination mit einer thermischen Solaranlage zur Trinkwassererwärmung an. Allerdings eignet sich ein solches Heizsystem mit wasserführendem Pelletofen lediglich für die Versorgung von Objekten mit geringem Wärmebedarf, z. B. Niedrigenergiehäuser.

B. Zentralheizungen
Auch die ganzjährige Beheizung von Wohngebäuden oder kleinen kommunalen Gebäuden mittels einer Pellet-Zentralheizung ist möglich. Die drei Hauptkomponenten sind hierbei Pelletlager, Austragungssystem und Pelletkessel. Eine Einsatzmöglichkeit sind halbautomatische Kompaktanlagen, die über einen Vorratsbehälter verfügen, der von Hand befüllt wird. Ein Vorratsvolumen von mindestens 400 Litern ist empfehlenswert.
Eine Alternative zur Kompaktanlage sind vollautomatische Pelletsheizanlagen. Bei diesen wird der Kessel mit einer Förderschnecke oder einer Saugaustragung aus einem Lagerraum oder einem Tank vollautomatisch mit Pellets versorgt. Das Lager sollte dabei so groß sein, dass es ähnlich wie Heizöltanks nur einmal pro Jahr aufgefüllt werden muss. Die Anlieferung der Pellets erfolgt mit dem Pellet-Tankwagen.

Die Förderung mit einer Saugaustragung bringt zusätzlich Vorteile. So kann der Lagerraum bis zu 20 m vom Heizkessel entfernt liegen und muss auch nicht unbedingt ebenerdig zum Heizraum angeordnet sein. Dies ermöglicht die Lagerung der Pellets z. B. auch in Erdtanks. Pelletsheizanlagen werden vollautomatisch geregelt. Die Zündung der Pellets erfolgt elektrisch. Eine Kombination des Pelletskessels mit einem Wärmespeicher ist sinnvoll und kann durch eine thermische Solaranlage zur Trinkwassererwärmung erweitert werden. Des Weiteren werden Pelletbrenner zur Umrüstung bestehender Feststoffkessel auf Holzpellets angeboten. Auch sind verschiedene Kombinationslösungen auf dem Markt: Scheitholzkessel, in denen ebenso Pellets verbrannt oder die auch mit Hackschnitzeln beschickt werden können.Bezüglich des Komforts stehen Pelletheizungen herkömmlichen Ölzentralheizungen in nichts nach, sofern die Anlieferung der Pellets mit einem Tankwagen erfolgt und das Lager über eine automatische Raumaustragung verfügt. Allerdings sind die gelegentliche Ascheentsorgung und die regelmäßige Reinigung der Heizflächen zu berücksichtigen. Letztere ist auch automatisch möglich, wenn etwas höhere Investitionen in Kauf genommen werden. Insgesamt liegen die Investitionen für eine Pellet-Zentralheizung noch über denen für eine Öl-Zentralheizung.

Die Kosten

Pellets sind gegenüber konventionellen Brennstoffen durchaus konkurrenzfähig – auch im Kostenbereich. Lose Pellets sind ca. 40% günstiger als Heizöl. Im Internet unter www.bafa.de können Sie sich über aktuelle Förderungen / Zuschüsse für Anlagen erkundigen.

Empfehlungen
Pellet-Lagerraum
Der Lagerraum sollte so dimensioniert sein, dass der 1,2- bis 1,5-fache Jahresbedarf eingelagert werden kann.

Brennstoff
Auf Qualität der Pellets achten!
(z. B. geprüft nach DIN plus konform der neuen DIN EN 14961-2)

Heizung
Wärmespeicher in das Heizsystem integrieren (reduziert Anzahl der Brennerstarts und vermindert Teillastbetrieb).

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