
Trotz kalter Witterung und deutlich gestiegener Nachfrage sind Holzpellets zum Jahresbeginn nur leicht teurer geworden. Laut aktuellen Zahlen des Deutsches Pelletinstitut (DEPI) kostet eine Tonne Pellets bei einer Abnahmemenge von sechs Tonnen durchschnittlich 405,33 Euro – das entspricht einem Anstieg von lediglich rund zwei Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Kilowattstunde klimafreundliche Holzenergie liegt aktuell bei 8,11 Cent.
Im langfristigen Vergleich bleibt das Heizen mit Pellets weiterhin wirtschaftlich attraktiv. Gegenüber Erdgas beträgt der durchschnittliche Preisvorteil seit 2015 rund 30 Prozent, gegenüber Heizöl rund 25 Prozent.
Regionale Unterschiede im Wintermarkt
„Trotz unfreundlicher Rahmenbedingungen bleibt der Preisanstieg bei Holzpellets überschaubar gering“, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer des DEPI. Regional zeige sich jedoch ein unterschiedliches Bild: Während sich die Lage im Südwesten zuletzt entspannt habe, sei die Versorgung in Teilen Mitteldeutschlands weiterhin angespannt, teilweise mit Wartezeiten bei der Belieferung. Insgesamt bewege sich das Preisniveau jedoch im üblichen Winterrahmen.
Holzpellets bieten hohe Versorgungssicherheit
Holzpellets bleiben auch in der Heizsaison ein verlässlicher, regional produzierter Energieträger mit hoher Versorgungssicherheit. Langjährige Marktbeobachtungen zeigen, dass sich die Preise insgesamt stabil entwickeln, auch wenn externe Ereignisse – wie bei anderen Energieträgern – kurzfristige Schwankungen verursachen können.
Bentele geht davon aus, dass der „echte“ Winter viele Verbraucher dazu bewegen wird, ihre Lager in der warmen Jahreszeit frühzeitig wieder aufzufüllen.
Fazit: Trotz saisonaler Nachfrage bleibt das Preisniveau moderat. Pelletheizungen bieten weiterhin eine kostengünstige und klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen – mit langfristiger Planungssicherheit.


Regionalpreise für Holzpellets im Januar 2026
Im Januar 2026 zeigen sich beim Preis für Holzpellets deutliche regionale Unterschiede. Bei einer Abnahmemenge von sechs Tonnen liegen die Preise in Nord- und Ostdeutschland bei 392,95 Euro pro Tonne und damit bundesweit am niedrigsten. Es folgt Mitteldeutschland mit 396,92 Euro pro Tonne, während in Süddeutschland mit 412,24 Euro pro Tonne das höchste Preisniveau erreicht wird.
Bei größeren Liefermengen von 26 Tonnen reduzieren sich die Kosten spürbar. In Mitteldeutschland werden Pellets zu 379,02 Euro pro Tonne gehandelt, in Nord- und Ostdeutschland zu 380,39 Euro pro Tonne. In Süddeutschland liegt der Preis bei 398,63 Euro pro Tonne. Alle genannten Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.
DEPI-Pelletpreis als Marktindikator
Der monatlich veröffentlichte DEPI-Pelletpreis gilt seit 2011 als verlässlicher Marktindikator für den deutschen Pelletmarkt. Herausgegeben wird er vom Deutsches Pelletinstitut (DEPI), bis März 2020 erfolgte die Veröffentlichung durch den Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV).
Der Index bildet den durchschnittlichen Preis für eine Tonne ENplus A1-zertifizierter Pellets ab – inklusive Lieferung im Umkreis von 50 Kilometern, sämtlicher Nebenkosten und Mehrwertsteuer. Zusätzlich bietet der DEPV einen separaten Pelletpreis für Netto-Lieferverträge an.
Fazit: Trotz regionaler Unterschiede bleibt das Preisniveau im Januar 2026 insgesamt stabil. Wer größere Mengen bestellt, profitiert weiterhin von attraktiven Staffelpreisen.
