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Holzpellets bleiben rund 33 Prozent günstiger als Heizöl und Erdgas

Die Preise für Holzpellets sind im Juni 2026 erneut gesunken. Nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) kostet eine Tonne Pellets bei einer Abnahmemenge von sechs Tonnen derzeit durchschnittlich 376,77 Euro. Damit folgt der Pelletmarkt der typischen saisonalen Entwicklung: In den Sommermonaten liegen die Preise üblicherweise unter dem Niveau der Heizsaison.

Für eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets zahlen Verbraucher aktuell rund 7,54 Cent. Gegenüber Heizöl ergibt sich daraus ein Preisvorteil von etwa 33 Prozent. Auch im Vergleich zu Erdgas sind Pellets derzeit rund 33 Prozent günstiger.

Sommermonate für Pelletkauf und Heizungsplanung nutzen

Die niedrigeren Sommerpreise bieten Pelletnutzern eine gute Gelegenheit, ihren Lagerbestand frühzeitig zu überprüfen und bei Bedarf aufzufüllen. Wer erst mit Beginn der Heizperiode bestellt, muss häufig unter höherem Zeitdruck handeln.

DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele empfiehlt daher, die aktuelle Marktlage zu nutzen:
„Die gegenüber der Heizsaison niedrigeren Preise im Sommer sind für den Verbraucher ein deutlicher Anreiz zum Pelletkauf, bevor es wieder Herbst wird.“

Die Sommermonate eignen sich zudem besonders gut für die Planung eines Heizungstauschs. Das gilt sowohl für den Austausch älterer Öl- oder Gasheizungen als auch für die Modernisierung einer bestehenden Pelletheizung. Außerhalb der Heizsaison bleibt mehr Zeit für eine fachgerechte Beratung, die Auswahl eines geeigneten Heizsystems und die Koordination der erforderlichen Arbeiten.

Wer sich erst im Herbst mit einer neuen Heizung beschäftigt, muss Entscheidungen dagegen oftmals kurzfristig und unter dem Druck der bevorstehenden Heizperiode treffen.

Regionale Produktion sorgt für verlässliche Versorgung

Holzpellets bieten nicht nur einen aktuellen Preisvorteil gegenüber fossilen Energieträgern. Sie werden überwiegend regional aus Reststoffen der Holzverarbeitung hergestellt und ermöglichen dadurch kurze Transportwege von der Produktion bis zum Verbraucher.

Die deutlichen Preisschwankungen bei Öl und Gas in den vergangenen Monaten haben erneut gezeigt, wie stark fossile Energieträger von internationalen Märkten und Lieferketten abhängig sein können. Der deutsche Pelletmarkt ist dagegen durch eine starke heimische Produktion geprägt. Deutschland zählt zu den führenden Pelletproduzenten Europas.

Für Haushalte bedeutet dies eine vergleichsweise verlässliche Wärmeversorgung mit einem regional verfügbaren Brennstoff. Pelletheizungen verbinden damit eine hohe Versorgungssicherheit mit einer größeren Unabhängigkeit von internationalen Energieimporten.

Regionale Pelletpreise im Juni 2026

Bei einer Liefermenge von sechs Tonnen unterscheiden sich die Pelletpreise zwischen den deutschen Regionen nur geringfügig:

Region Preis pro Tonne
Nord- und Ostdeutschland 374,45 Euro
Süddeutschland 374,78 Euro
Mitteldeutschland 377,24 Euro

Auch bei größeren Abnahmemengen von 26 Tonnen bleibt das Preisniveau regional weitgehend ausgeglichen:

Region Preis pro Tonne
Mitteldeutschland 357,12 Euro
Nord- und Ostdeutschland 358,20 Euro
Süddeutschland 359,12 Euro

Alle genannten Preise verstehen sich einschließlich Mehrwertsteuer.

Was bildet der DEPI-Pelletpreis ab?

Der DEPI-Pelletpreis wird seit 2011 monatlich veröffentlicht. Bis Mai 2020 erfolgte die Veröffentlichung durch den Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband, anschließend durch das Deutsche Pelletinstitut.

Der Preis bildet den durchschnittlichen Endkundenpreis für eine Tonne Holzpellets der Qualitätsklasse ENplus A1 ab. Berücksichtigt werden dabei die jeweilige Abnahmemenge, eine Lieferung im Umkreis von 50 Kilometern, sämtliche Nebenkosten sowie die Mehrwertsteuer.

Neben dem bundesweiten Durchschnitt werden die Preise für Nord- und Ostdeutschland, Mitteldeutschland und Süddeutschland gesondert ausgewiesen. Für gewerbliche Netto-Lieferverträge veröffentlicht der DEPV zusätzlich einen eigenen Pelletpreis.

Fazit: Günstiger Zeitpunkt für Bestellung und Modernisierung

Das aktuelle Sommertief macht den Juni zu einem günstigen Zeitpunkt, um den Pelletvorrat zu kontrollieren und rechtzeitig für die kommende Heizsaison zu bestellen. Gleichzeitig bleibt der Preisvorteil gegenüber Heizöl und Erdgas mit jeweils rund 33 Prozent stabil.

Auch Eigentümer, die über einen Heizungstausch oder die Modernisierung ihrer bestehenden Anlage nachdenken, sollten die Sommermonate für Beratung und Planung nutzen. So lassen sich Entscheidungen ohne den Zeitdruck der Heizsaison vorbereiten und fachgerecht umsetzen.

Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI)