
Die Pelletproduktion in Deutschland setzt ihren stabilen Wachstumskurs fort. Im zweiten Quartal 2026 wurden bundesweit rund 1,034 Millionen Tonnen Holzpellets produziert. Damit liegt die Produktionsmenge sowohl deutlich über dem ersten Quartal 2026 als auch leicht über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die aktuellen Zahlen des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) bestätigen damit das weiterhin hohe Produktionsniveau der deutschen Pelletbranche.
Mehr als eine Million Tonnen Holzpellets im zweiten Quartal 2026
Von April bis Juni 2026 wurden in Deutschland insgesamt rund 1.034.000 Tonnen Pellets hergestellt. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 entspricht dies einem Zuwachs von rund 94.000 Tonnen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 erhöhte sich die Produktionsmenge um etwa 33.000 Tonnen.
Damit setzt sich die bereits in den vergangenen Quartalen beobachtete hohe Produktion fort. Deutschland verfügt weiterhin über eine leistungsfähige heimische Pelletproduktion und kann einen großen Teil des Bedarfs aus eigener Herstellung decken.
Rund 90 Prozent der Pellets bleiben im Inland
Der überwiegende Teil der produzierten Holzpellets ist für den deutschen Markt bestimmt. Im zweiten Quartal 2026 entfielen 89,9 Prozent des Absatzes auf das Inland. Der Exportanteil lag bei 10,1 Prozent.
Damit ist der Anteil der Exporte gegenüber dem ersten Quartal 2026 mit 7,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025, als 14,4 Prozent der produzierten Pellets ins Ausland gingen, fällt der Exportanteil jedoch niedriger aus.
Anteil der Sackware steigt deutlich
Auch bei der Handelsform zeigen sich Veränderungen. 74,5 Prozent der produzierten Pellets wurden als lose Ware vermarktet. Diese Form wird insbesondere bei Pelletheizungen mit Lagerraum oder Pelletlager eingesetzt.
Der Anteil der Sackware liegt bei 25,5 Prozent. Damit fällt er etwas höher aus als im zweiten Quartal 2025 mit 24,5 Prozent und deutlich höher als im ersten Quartal 2026, als lediglich 19,6 Prozent auf Sackware entfielen.
Sägerestholz bleibt wichtigster Rohstoff für die Pelletproduktion
Die Pelletproduktion in Deutschland basiert weiterhin überwiegend auf Reststoffen aus der Holzverarbeitung. 93,1 Prozent der eingesetzten Rohstoffe stammen aus Sägerestholz. Dazu gehören beispielsweise Sägespäne und Hobelspäne, die bei der Verarbeitung von Holz in Sägewerken anfallen.
Der Anteil bleibt damit auf einem vergleichbar hohen Niveau wie im ersten Quartal 2026 mit 93,8 Prozent und im zweiten Quartal 2025 mit 91,6 Prozent.
Nicht sägefähiges Rundholz hat einen Anteil von 6,9 Prozent und liegt damit leicht über den Werten der vergangenen Quartale.
Nadelholz dominiert weiterhin
Beim eingesetzten Holz entfällt der mit Abstand größte Anteil auf Nadelholz. Im zweiten Quartal 2026 wurden:
- 98 Prozent Nadelholz
- 2 Prozent Laubholz
für die Pelletproduktion eingesetzt.
Damit bleibt Nadelholz aufgrund seiner breiten Verfügbarkeit in der holzverarbeitenden Industrie der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Holzpellets.
Fast ausschließlich Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1
Auch hinsichtlich der Qualität zeigt sich ein klares Bild. 98,4 Prozent der produzierten Holzpellets entsprechen der Qualitätsklasse ENplus A1. Diese Qualitätsklasse ist insbesondere für den Einsatz in privaten Pelletheizungen relevant.
Industriepellets machten lediglich 1,6 Prozent der Produktion aus. Pellets der Qualitätsklasse ENplus A2 wurden im zweiten Quartal 2026 nicht ausgewiesen.
Holzpelletproduktion in Deutschland im 2. Quartal 2026 im Überblick
| Kennzahl | Anteil / Menge |
|---|---|
| Produktionsmenge Holzpellets | 1.034.000 t |
| ENplus A1 | 98,4 % |
| ENplus A2 | 0,0 % |
| Industriepellets | 1,6 % |
| Lose Ware | 74,5 % |
| Sackware | 25,5 % |
| Nadelholz | 98,0 % |
| Laubholz | 2,0 % |
| Sägerestholz | 93,1 % |
| Rundholz | 6,9 % |
| Absatz Inland | 89,9 % |
| Absatz Ausland | 10,1 % |
Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI)
Deutsche Pelletproduktion weiterhin auf hohem Niveau
Mit mehr als einer Million produzierten Tonnen innerhalb eines Quartals bleibt die Holzpelletproduktion in Deutschland 2026 auf einem hohen Niveau. Besonders deutlich wird dabei weiterhin die Bedeutung von Sägerestholz als Rohstoff: Mehr als neun von zehn produzierten Pellets basieren auf Reststoffen aus der Sägeindustrie.
Gleichzeitig zeigt der hohe Inlandsanteil von knapp 90 Prozent, dass ein Großteil der deutschen Produktion direkt auf dem heimischen Pelletmarkt abgesetzt wird.
Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)
