
Der Markt für erneuerbare Heizsysteme bleibt auch 2026 von Zurückhaltung geprägt. Zwar konnte die Pelletbranche im Jahr 2025 mit rund 35.000 verkauften Anlagen ein Absatzplus von 14 Prozent verzeichnen und damit eine erste Trendumkehr einleiten, doch für das kommende Jahr fällt die Prognose verhalten aus. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) rechnet aufgrund anhaltender politischer Unsicherheiten weiterhin nur mit einem niedrigen Zubau bei Pelletheizungen.
Prognose 2026: Stabil, aber ohne Wachstumsschub
Für das Jahr 2026 erwartet die Branche ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Konkret werden rund:
- 13.000 Pelletkaminöfen,
- 23.250 Pelletkessel bis 50 kW,
- sowie etwa 750 größere Anlagen und KWK-Systeme prognostiziert.
Damit würde der Gesamtbestand auf rund 777.500 Pelletanlagen in Deutschland anwachsen. Ein echter Marktdurchbruch bleibt jedoch vorerst aus.
Politische Unsicherheit bremst den Markt
Als Hauptgrund für die verhaltene Entwicklung gilt die weiterhin unklare politische Lage rund um das Gebäudeenergiegesetz und das angekündigte Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Laut DEPV fehlt es an klaren und verlässlichen Rahmenbedingungen, die Investitionssicherheit schaffen.
Gleichzeitig bewertet die Branche die geplante Sicherung der Fördermittel bis mindestens 2029 grundsätzlich positiv. Entscheidend sei jedoch, dass Förderhöhe und Systematik stabil bleiben und keine zusätzlichen bürokratischen Hürden entstehen.

Pelletheizungen bleiben wirtschaftlich und klimafreundlich
Unabhängig von der politischen Entwicklung bleiben Pelletheizungen ein wichtiger Bestandteil der Wärmewende. Sie ermöglichen eine klimafreundliche Wärmeversorgung und sparen jährlich rund 4,6 Millionen Tonnen CO₂ ein. Gleichzeitig profitieren Verbraucher von attraktiven Förderungen von bis zu 70 Prozent sowie langfristig stabilen Heizkosten.
Ein weiterer Vorteil: Holzpellets sind nicht vom CO₂-Preis betroffen und bleiben dadurch dauerhaft günstiger als fossile Energieträger wie Öl und Gas. Bereits im vergangenen Winter gehörten Pelletheizungen zu den kostengünstigsten Heizsystemen.
Versorgung und Produktion auf hohem Niveau
Auch auf der Produktionsseite zeigt sich Stabilität. Deutschland bleibt mit rund 4 Millionen Tonnen jährlich einer der führenden Pelletproduzenten in Europa. Rund 98 Prozent der Pellets erfüllen die höchste Qualitätsstufe ENplus A1, während der Großteil der Produktion im Inland genutzt wird.
Fazit: 2026 wird ein Jahr der Stabilisierung
Die Prognose für 2026 zeigt ein klares Bild: Der Pelletmarkt bleibt stabil, wächst aber nur langsam. Ohne klare politische Impulse dürfte sich der Ausbau erneuerbarer Heizsysteme weiterhin verzögern. Gleichzeitig bieten Pelletheizungen weiterhin überzeugende Vorteile in puncto Kosten, Versorgungssicherheit und Klimaschutz – und bleiben damit eine zentrale Option für die Wärmewende.
Quelle: www.depv.de (Stand 15.04.2026)
